Wir starteten mit Zählerdaten, Wetterbereinigung, Bauteilaufnahmen und einer Begehung. Die Berechnung ergab dominierende Betriebslasten durch ineffiziente Wärmeerzeugung, während tragende Bauteile keine Schäden zeigten. Dadurch wurde die Baseline robust: hohe Emissionen im Betrieb, moderate gebundene Emissionen bei Erhalt. Die Dokumentation enthielt Fotos, Messprotokolle und Annahmenlisten. Der anschließende Workshop mit Bewohnenden bestätigte Heizmuster und Lüftungsgewohnheiten, was spätere Prognosen realistischer machte und vermeidbare Überraschungen verhinderte.
Die ambitionierte Komplettsanierung senkte Betriebsemissionen stark, verursachte jedoch hohe Herstellungsemissionen. Die sanfte Variante mit gezielter Dämmung, Fenstern im Bestandssystem, hydraulischem Abgleich und Wärmepumpe lieferte über 30 Jahre die geringste Gesamtsumme. Die schrittweise Option punktete durch bessere Budgetverteilung und Lernchancen, erforderte jedoch disziplinierte Koordination. Sensitivitätsanalysen zeigten, dass Strommixentwicklung und Ersatzzyklen die Rangfolge leicht verschieben können. Am Ende gewann die Strategie mit geringster Vorlaufemission und schneller Wirkung im Betrieb.