Kapillaraktive Materialien führen Feuchte, die unvermeidlich in Konstruktionen wandert, wieder zurück an Oberflächen, wo sie verdunsten kann. Dadurch sinkt Schimmelrisiko, und Bauteile bleiben formstabil. Wichtig sind kontinuierliche Ebenen, keine eingeschlossenen Lufttaschen und saubere Anschlüsse an Fensterlaibungen, Installationsschächte und Sockel. Mit vorab definierten Trocknungswegen, austauschbaren Schichten und zuverlässigen Wetterschalen gelingt langfristige Sicherheit. Messungen mit Holzfeuchtesensoren und Datenloggern geben Objektivität. So können Sanierungen nachjustiert werden, bevor Probleme entstehen, und die Kohlenstoffbindung bleibt durch intakte Materialien langfristig erhalten.
Bio-basierte Bauteile lassen sich brandschutztechnisch belastbar planen, wenn Schichtdicken, Kapselungen und Abschottungen konsistent nachgewiesen sind. Prüfzeugnisse, Rauchentwicklungsklassen und Widerstandsdauern geben Orientierung. Holz verkohlt kontrolliert, Hanf-Kalk ist mineralisch stabil, Kork kann gekapselt werden. Türen, Durchdringungen und Installationsführungen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Übungen mit dem ausführenden Team, Musteraufbauten und Freigaben der Bauaufsicht vermeiden Überraschungen. So entsteht Zuverlässigkeit, die Versicherer, Nutzer und Nachbarn überzeugt. Sicherheit und Kohlenstoffspeicherung stehen sich nicht im Weg, wenn verantwortungsvolle Planung und klare Dokumentation zusammenkommen.